Goldman Sachs: Rohstoffpreise steigen um 21 %

Goldman Sachs: Rohstoffpreise steigen um 21 % picture alliance / EPA / JUSTIN LANE

Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwartet in den kommenden zwölf Monaten einen deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise. Der S&P GSCI Commodity Index soll laut einer am Samstag veröffentlichten Analyse in den kommenden zwölf Monaten um 21 % zulegen.

Industriemetalle: Preisanstieg von 17,8 % erwartet

Besonders stark sollen die Preise für Energie steigen (31 %). Auch Industriemetalle (+17,8 %) hält Goldman Sachs in den kommenden zwölf Monaten für ein rentables Investment. In diesem Jahr ist der S&P GSCI Commodity Index um gut 4 % gefallen.

Die Investmentbank nennt gleich mehrere Gründe für die optimistische Prognose. Dazu gehören ein sich verbesserndes zyklisches Umfeld, erhebliche Carry Renditen und Absicherungen gegen negative Schocks auf der Angebotsseite.

"Energie und Gold können auch eine wirksame Absicherung gegen negative Angebotsschocks aufgrund geopolitischer oder anderer Entwicklungen sein, wenn andere Vermögenswerte (insbesondere Risikoanlagen) unter einem geringeren Wachstum leiden", heißt es in dem Bericht.

Goldman Sachs glaubt nicht an Eskalation in Nahost

Die Investmentbank glaubt derzeit nicht, dass es zu einer größeren Ausweitung des Konflikts in Nahost kommt und sieht auch keine akute Gefahr für Ereignisse wie die Schließung der Straße von Hormus. Zunehmende Spannungen erhöhten jedoch das Risiko von Störungen der Rohstoffversorgung, was mit unmittelbaren und starken Anstiegen der Spotpreise einhergehen könne.

Auch die Geldpolitik verleiht demnach Rückenwind. Die Zinserhöhungen in den USA und Europa könnten abgeschlossen sein, wodurch sich sowohl die allgemeinen konjunkturellen Aussichten als auch die Nachfrage nach Rohstoffen verbessern dürften. Weitere Gründe sieht Goldman Sachs in politischen Einflüssen auf Angebot und Nachfrage. So habe die OPEC einen Rückgang der Ölvorräte verursacht, der die Preise des Rohstoffs treiben könnte.

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Ölpreis: Brent 2024 bei 92 USD

Die Analysten sehen eine "anhaltende Widerstandsfähigkeit" der Nachfrage nach Rohöl. Gleichwohl könne das vierte Quartal wärmer ausfallen und das Angebot einiger Produzenten steigen. Deshalb wurde die durchschnittliche Prognose für den Preis von einem Barrel Brent für das kommende Jahr auf 92 USD gesenkt. Zuvor hatte Goldman Sachs noch 98 USD prognostiziert.

Die Analysten glauben, dass die OPEC+ Staaten ihre Produktion bis zum nächsten Jahr drosseln werden. Mangelnde Raffineriekapazitäten werden das Angebot an Benzin und Diesel dem Bericht zufolge zusätzlich einengen.

Vor allem aus China steige zudem die Nachfrage nach sogenannten grünen Metallen – trotz der anhaltenden Schwäche auf dem Immobilienmarkt der Volksrepublik. Bis zur Mitte des Jahrzehnts wird es Goldman Sachs zufolge zu einem starken Rückgang der Kupfer- und Aluminiumbestände kommen.

Schwindende Lagerbestände: Kupferpreis könnte 2024 um 25 % steigen

Dies werde die Preise ab der zweiten Jahreshälfte 2024 in die Höhe treiben. Konkret rechnet der Bericht für Kupfer mit einem Preisanstieg um 25 % im Jahr 2024. Der Preis für Aluminium soll um rund 12 % steigen.

Vor allem die starke Kupferprognose ist interessant. Goldman Sachs bleibt damit der Auffassung treu, dass Kupfer in relativ naher Zukunft knapp sein wird. Superzyklen wurden dem Metall, das für Windräder, Elektroautos und Leitungsnetze ebenso benötigt wird wie für Bauwerke, schon häufiger prognostiziert.

In diesem Jahr befand sich der Markt jedoch größtenteils im Überschuss – auch, weil die Raffinerieproduktion wieder deutlich anzog. Kupfer kostet aktuell in etwa so viel wie zum Jahresbeginn.